Vielseitigkeitsprüfung

Hat der Hund eine Begleithundprüfung abgelegt, kann die Ausbildung in Richtung
Vielseitigkeitsprüfung fortgesetzt werden.
Eine Vielseitigkeitsprüfung enthält:

 -   Teil A: Fährtenarbeit
 -   Teil B: Unterordnung
 -   Teil C: Schutzdienst

Im Teil A lernt der Hund die Spur eines Menschen aufzunehmen und dieser zu folgen.
Auf der Fährte vom Fährtenleger verlorene Gegenstände muss der Hund anzeigen.

Im Teil B muss der Hund verschiedene Gehorsamsübungen absolvieren: Frei bei Fuß gehen,
Sitz, Platz, Steh auf Kommando ausführen, Apportieren auch über diverse Hindernisse und
Vorauslaufen auf einen zugewiesenen Platz. Alle diese Übungen soll der Hund freudig aus-
führen.

Im Teil C spricht man den Jagd- und Beutetrieb des Hundes an. Der Hetzarm ist hierbei die
Beute für den Hund. Ihn will er erjagen bzw. erkämpfen. Der Hund muss dabei den Hetzärmel
vom Schutzdiensthelfer fassen und mit einem vollen, festen und ruhigen Griff halten.
Auch unter Belastung darf der Hund den Griff nicht lockern.
Auf Kommando des Hunde-führers allerdings muss der Hund sofort von der Beute (Hetzärmel) ablassen.
Der Schutzdiensthelfer ist also nur der Spielkamerad des Hundes. Keinesfalls wird der Hund
durch diese Ausbildung gegenüber Menschen aggressesiv gestimmt, das ist nicht Ziel des
Schutzdienstes. Vorrangig werden Nervenstärke, Sebstbeherrschung und Gehorsam trainiert.
Deshalb werden gut ausgebildete Schutzhunde nicht durch Beißunfälle auffallen.
Hunde die sich hier ungehorsam zeigen, haben keine Chance eine Vielseitigkeitsprüfung
zu bestehen.